How many roads must a man walk down...

Posted by don on 22 April, 2008 03:17

Nur soviel: mir geht es gut. stay hard, stay hungry, stay alive. stay tuned!

 

I'm the Hiphopopotamus...

Posted by don on 26 März, 2008 16:38

Und hier wieder ein paar Impressionen der letzten Tage:

Tanger, wearing traditional clothes
Marokko

Tanger
Marokko

First contact with Marokko
Marokko

South of Spain
In the south of Spain

Lisboa`s harbor at night
Lisboa

One of the smallest rooms on my journey
Lisboa

Lisboa
Lisboa

Italians in Lisboa
Lisboa

Lisboa
Lisboa

Afrika, Afrika

Posted by don on 25 März, 2008 17:17

Es ist geschafft... meine Weltreise ist nun wirklich eine Weltreise, ich bin sicher auf afrikanischem Boden angekommen und verlasse entgueltig Europa. Nach ueber 2 1/2 Stunden Schiffahrt befinde ich mich in Tanger und mache mich demnaechst in die naechstgroessere Stadt auf, um meine weiteren Schritte fuer die naechsten Tage zu planen. Vermutlich werde ich erstmal in das touristische Cassablanca reisen, moechte dann aber ein paar Tage fernab des Tourismus in kleineren Doerfern verbringen. Unnoetigen Ballast habe ich in einem Schliessfach am Hafen gelassen; wie es aussieht habe ich wohl meine Compostela verloren, oder sie wurde mir im Schiff geklaut. Wobei ich mich frage wer damit etwas anfangen kann... zum Glueck habe ich eine Kopie davon gemacht. Stay tuned!

One step forward and two steps back (and happy eastern, btw)

Posted by don on 23 März, 2008 20:49

Und wiedermal bleibe ich laenger an einem Ort als ich eigentlich geplant hatte... als ich den Bus nach Suedspanien buchen wollte war dieser natuerlich schon voll. Und damit startet das uebliche Spiel, naemlich eine Herberge in einer Grosstadt (es lebe die alte Rechtschreibung auch wenn es hier kein scharfes ss auf der Tastatur gibt) zu finden, wenn es eigentlich zeitlich schon viel zu spaet dafuer ist. Die Touri-Info kann ich getrost vergessen, dort kennt man mich schon mit Vor- und Zunamen und ausser teuren Hotels helfen die mir nicht wirklich weiter. Laufen will ich nicht viel, da ich wieder mehr Gewicht in meinem Rucksack und der Gitarrentasche habe - ich habe mich ja darauf eingestellt, nicht mehr viel laufen zu muessen. Also mache ich, was ich immer mache wenn ich ein Problem habe: ich labere jeden Menschen an, der einigermassen aussieht als kennt er sich in der Gegend aus oder hat zumindest so wenig Geld dass er weiss wo es guenstige Herbergen gibt. Was dazu fuehrt, dass ich mal wieder viele Menschen kennenlerne, aber keine Herberge. Und dann, inmitten der wirren Lichter der Stadt, einem stinkenden Inder der mir Haschisch verkaufen moechte und vorbeirasenden Bussen - ein Schild :) Pension Galicia. Ich betrete die heiligen Stufen tapfer bis hinauf in den vierten Stock eines verdammt engen Gebaeudes (erwaehnte ich schon, dass ich Rucksack und Gitarre schleppe?) in dem der Aufzug natuerlich ausser Betrieb ist und kratze auf allen vieren kriechend an der letzten Tuere (erwaehnte ich ausserdem dass ich etwas uebertreibe? :)). Wie dem auch sei, macht mir ein alter Spanier aus Galicien die Tuere auf, bevor er etwas sagen kann sage ich meinen Standartspruch auf: "Falas ingles? Espanol? Si? Muy bien! Estoy buscando una habitacion que es barato!" Er laechelt nur und zeigt mir das kleinste, engste Zimmer dass ich je gesehen habe. Aber: es beinhaltet ein Bett, ein Waschbecken und kostet nur 15 Euro!!! Guenstiger als das Zimmer dass ich mit dem Italiener gestern geteilt habe und das in einer Stadt in der es Herbergen ab 40 Euro aufwaerts gibt. Heute ist ein guter Tag. Ich habe eine guenstige Unterkunft, habe beim Gitarre spielen knapp 10 Euro verdient und ich habe auch schon das Ticket fuer morgen abend gekauft. Ich werde in einem Nachtbus fahren, somit spare ich mir eine weitere Unterkunft, und ich werde morgens um 9 Uhr in Suedspanien sein, und vermutlich auch wieder in der Mitteleuropaeischen Zeitzone, hier sind die ja eine Stunde hinterher. Ich habe noch keine Ahnung ob es Visa-Probleme an der marokkanischen Grenze gibt, aber wie immer wird es irgendeinen Weg geben. Portugal ist wunderschoen, aber sauteuer. Dagegen sind roemische Preise ein Witz. Haette ich nicht gedacht. Dafuer verdient man hier weniger Geld als in Spanien. Das nennt man ausgleichende Ungerechtigkeit, nehme ich an :) Santiago war das El Dorado fuer Gitarrenspieler, auch wenn man nur 2 Stunden / Tag spielen konnte, da es eine gerechte Aufteilung unter den Kuenstlern (hoert hoert) gibt. Das ganze funktioniert auf Basis eines inoffiziell selbstorganisierten Systems, wobei morgens der erste Kuenstler ein Stueck Papier mit den Uhrzeiten im 2-Stunden-Takt beschreibt und sich die nachfolgenden Kuenstler in diesem Papier namentlich eintragen. Das Papier steckt dann zusammengerollt in einem Spalt in der Mauer unter einem Bogen der Kathedrale. Somit kann jeder sehen, welches Zeitfenster noch frei ist und sich eintragen. Funktioniert wunderbar. Problematisch nur fuer Spaetaufstaeher wie mich, da die besten Plaetze schon frueh vergeben waren. Fuer morgen habe ich das schon abgeklaert, dem Exil-Spanier ist voellig egal wann ich morgen aus den Federn komme. Was mir die Moeglichkeit gibt auszuschlafen und den Abend noch voll zu nutzen bis die Augenlieder schwer werden... That´s what life is all about :) Und zum Abschluss noch eine Band aus Neuseeland (Flight of the Conchords), das lustigste was ich jeh gesehen habe, abgesehen von einem alten Schulfreund nachdem er versucht hat 2 Flaschen Wodka zu trinken (Gee, thanks Miguel)! Englischkenntnisse helfen dabei ganz ungemein und man sollte einen tiefschwarzen Humor haben. Es gibt noch viel mehr Videos von den Jungs auf Youtube ... have fun!

Lionīs den

Posted by don on 22 März, 2008 10:49

Leider ist die Zeit mal wieder knapp aber ich bin gestern in Lissabon angekommen und habe einen Italiener kennengelernt, der mit dem Fahrrad unterwegs ist (von Ravenna!). Wir haben uns entschieden ein Zimmer zu teilen, womit wir nur die Haelfte des Preises zahlen muessen und somit unser Aufenthalt hier erschwinglich ist. Nachdem ich in Porto am Hafen kein Glueck hatte werde ich nacher gleich mal auf Jobsuche gehen und danach noch ein bisschen Geld mit meiner Gitarre verdienen (hoffentlich...).

Saluti!

Theyīre everywhere!

Posted by don on 20 März, 2008 21:17

Nachdem ich heute also den Hafen nach einem Job auf einem Schiff abgeklappert habe und mit einer Menge Menschen gesprochen habe (inklusive zwei Deutschen Maedels die dasselbe von Argentinien versucht hatten, allerdings ohne Erfolg, dafuer verdanke ich den beiden dass ich gestern umsonst bei der Feuerwehr uebernachten durfte), sieht es so aus als gaebe es hier keine Moeglichkeit nach Suedamerika zu kommen. Alle meinten, ich sollte es in Lissabon versuchen, was ich morgen dann auch machen werde... Zum Glueck habe ich eine Pension gefunden, die mich (nach Verhandlung) 18 Euro/Nacht kostet, so dass ich doch noch einen Tag laenger hier bleiben konnte. Also so wie es aussieht wartet morgen Lissabon auf mich! Heute habe ich mir ein portugiesisch-italienisches Woerterbuch und ein Uebungsbuch Portugiesisch gekauft, ich hoffe dass ich damit in ein paar Tagen die Leute hier besser verstehe (und sie mich...).

In diesem Sinne: Boa-noite e até à vista!

Porto (Portugal)

Atlantic

Porto (Portugal)

Porto (Portugal)

Porto (Portugal)

 

Oporto!

Posted by don on 20 März, 2008 11:19

So, nach einer 4-stuendigen Busfahrt bin ich endlich in Portugal. Diese Nacht habe ich noch meinen Pilgerausweis genutzt und konnte bei der lokalen Feuerwacht im Zimmer des Bereitschaftsdienstes umsonst uebernachten. Allerdings sind in Portugal die Hotelpreise ziemlich hoch, so dass ich vermutlich heute abend noch nach Lissabon weiterziehen werde... hier wird sich allerdings auch die naechsten Tage entscheiden wohin die Reise weitergeht. Ich werde erstmal den Hafen nach Frachtschiffen abklappern, allerdings habe ich bereits gestern mit einem Freund des Hospitaleros in Santiago gesprochen, der ein Schiff besitzt; dieser meinte, dass gerade wenige Schiffe nach Suedamerika unterwegs waeren da aufgrund der Stroemung zu dieser Jahreszeit die meisten Schiffe umgekehrt von Suedamerika nach Europa zurueckkehren. Sollte sich das bewahrheiten werde ich vermutlich die Reiseroute abaendern und nach Nordafrika reisen. Let´s see...

The beat goes on (in Finisterre)

Posted by don on 13 März, 2008 16:11

Wir haben wie immer Glueck mit dem Wetter gehabt. Einen Tag bevor wir am Atlantik ankamen, wuetete hier ein Sturm mit ueber 20 Meter hohen Wellen. Am Tag unserer Ankunft hatte sich das Meer wieder beruhigt und wir konnten direkt ins kalte Wasser springen.

Nachdem wir in Santiago angekommen waren und uns ein bisschen erholt haben, haben wir uns wieder aufgerafft zum naechsten wichtigen Pilgerziel: Capo Finisterre. Frueher, als die Erde noch eine Scheibe war dachten die Menschen, die Welt endet hier. Laut einem Ritual soll der Pilger sich nach seiner Ankunft im Meer von seiner Vergangenheit "reinwaschen" (was ziemlich gefaehrlich sein kann, da der Atlantik einen an dieser Stelle auch im niedrigen Wasser gerne mal rauszieht). Egal was man von diesem Ritual haelt, es hat Spass gemacht nach drei weiteren Lauftagen und knapp 2 Monaten endlich mal wieder das Meer zu sehen und reinzuhuepfen. Als naechstes soll man am Leuchtturm von Finisterre, an der Costa della Muerte (Todeskueste) persoenliche Gegenstaende (eigentlich seine Klamotten die man bis dorthin auf dem Pilgerpfad getragen hat) verbrennen, als Zeichen ein neues Leben zu beginnen. Man kann auch von diesem Ritual halten was man mag, aber wenn ich schonmal bis an das antike Ende der Welt gelaufen bin, fuehre ich wenigstens die wichtigsten Pilgerrituale durch. Komme schliesslich nicht jeden Tag an der Todeskueste vorbei...

Am naechsten Morgen (mit Kopfschmerzen) in Fisterre entschliessen wir uns, die geplante Etappe nach Murxia (30km von Finisterre) sein zu lassen und haben einen Bus nach Santiago genommen. Hier werden sich morgen unsere Wege trennen, Juan-Carlos wird nach Barcelona zurueckfahren, waehrend Camilla, Mareen und Miguel morgen nach Barca fliegen. Ich selbst werde einen Weg nach Portugal suchen und entweder morgen oder am Wochenende losziehen. Moeglicherweise finde ich in der ein oder anderen Pilgerherberge des portugesischen Camino noch guenstige Uebernachtungsmoeglichkeiten.

So far, have fun und viele Gruesse vom Ende der Welt!

 

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Yes!

Posted by don on 08 März, 2008 17:12

Yes! Wir sind in SANTIAGO!!! Nach ueber 1080 Km zu Fuss bin ich, trotz aller Verletzungen, in Santiago angekommen. Zum Glueck gab es hier keine Dopingkontrolle :) Nach all dem Paracetamol dass ich genommen habe haetten sie mich wahrscheinlich wieder zurueck geschickt :) Die letzten Tage haben wir die hoechsten Berge Galiziens (O Ceibrero) bestiegen, Stiere und Kuehe auf der Strasse getroffen, sizilianisches Essen in den Herbergen zubereitet, wir haben gelitten, gekaempft, gelacht, gefeiert, ... und am Ende haben wir es doch geschafft! Vor ein paar Tagen war ich beim Arzt da ich ein Stechen in der Brust hatte, aber das EKG zeigte an, dass alles in Ordnung ist! Somit konnte ich auch guten Gewissens weiterlaufen. Wir sind allerdings alle ziemlich am Ende unserer Kraefte womit der Artikel auch etwas kuerzer ausfaellt. Statt dessen lade ich einfach mal wieder ein paar Bilder hoch... ach ja, uebrigens ist mein Handy schon seit ueber zwei Monaten im Eimer, fuer den Fall dass sich jemand wundert weshalb ich mich noch nicht gemeldet habe! Also schickt mir einfach eure Nr. per Mail dann kann ich mich mal wieder melden! Saluti, Salvatore!!!!!

  

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Wie immer gibt es alle Fotos auf http://www.flickr.com/photos/benintende

Hasta pronto!

She's gone!

Posted by don on 22 Februar, 2008 19:58

Die Gitarre ist weg! Nachdem sich meine Verletzung nicht vernuenftig verbessern mag habe ich entschlossen, sie von Burgos weiter nach Leon zu schicken. Gut, dass in Burgos zufaellig ein Freund von Juan-Carlos arbeitet (den er in Nepal kennengelernt hat), somit ist sie in guten Haenden :)

Inzwischen hat sich eine ganze Gruppe von Pilgern gebildet, die wir immer wieder unterwegs treffen - so ein italienisches Paar vom Gardasee, ein weiterer Spanier und ein Franzose. In Burgos haben wir einen ruhigen Tag verbracht; in einer Bar haben wir ein Piano entdeckt und dort ein bisschen musiziert; das Resultat war viel Applaus, die Rechnung mussten wir aber trotzdem bezahlen...

Abgesehen davon, dass wir hier verdammt viele Menschen kennenlernen, eine abwechslungsreiche Landschaft praesentiert bekommen und (meist) lecker essen, versuchen wir auch ernshaft jeden Tag eine vernuenftige Anzahl an Kilometern zu schaffen (heute z.B. 32). Allerdings verzoegert sich das Ganze meistens, da wir unterwegs staendig Witze reisen und vor lauter Lachen entweder nicht vorwaerts kommen oder wenn wir vorwaerts kommen auf eine Bar stossen... Natuerlich gibt es auch einige Phasen in denen jeder ein bisschen fuer sich laeuft und nachdenkt oder was-auch-immer anstellt. Vermutlich sollten wir so etwas wie "The Pilgrims Party Guide" veroeffentlichen :) Tatsaechlich sind wir verdammt schnell unterwegs, aber natuerlich vergessen wir dabei nicht, das Leben zu geniessen.  Schliesslich sind wir keine Verbrecher die auf diesem Weg ihre Strafen buessen moechten - dafuer haben wir unterwegs so einen Knaben getroffen, der auf diese Art seine (kleinen) Delikte buessen sollte. Netter Typ, hat uns zum Kaffe eingeladen. Same procedure as always and we`re still alive!

Noch ca. 12 Tage und wir sind in Santiago!!!

Hasta pronto!

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